Wertschätzung: Kunst in der Klinik

Ein Aufenthalt in der Klinik fordert vom Patienten eine besonders gravierende Umstellung in seinem alltäglichen Leben. Das Aufsuchen einer Klinik löst ihn aus seinem gewohnten Lebensrhythmus, Ängste können freigesetzt werden und der Aufenthalt in „Räumen auf Zeit“ ruft ein Gefühl von Unsicherheit hervor. Unter Berücksichtigung dieser Negativfaktoren gilt es, bei der Planung neuer Kliniken oder deren Umgestaltung, auf den Zusammenhang zwischen Baulichkeit und räumlicher Atmosphäre hinzuweisen. Kunst in der Klinik vermittelt Zuversicht, Geborgenheit und eine Wertschätzung dem Patienten als auch dem Pflegepersonal gegenüber. Kunst in der Klinik gibt dem Patienten die Möglichkeit für einen Moment auf „Reise“ zu gehen, positive Sehgewohnheiten zu entwickeln und damit förderlich auf den Behandlungsprozeß einzuwirken. Kunst in der Klinik nimmt Bezug auf die räumlichen Gegebenheiten, und hilft unpersönlichen Raumzonen, mit Hilfe von Farbe, Material und Licht, Gestalt anzunehmen. Kunst in der Klinik bedeutet, funktionale Raumsituationen und gestalteten Raum zu einer neuen ästhetischen Synthese zu vereinen und dem Patienten einen Ort der Ermutigung anbieten zu können.


Stille Räume: für einen würdevollen Abschied

Verstirbt ein nahestehender Mensch, verlangt dieser ganz besondere Moment unseres Lebens die Möglichkeit einer gebührenden Verabschiedung. Es gilt einen Ort zu schaffen, der diesem Bedürfnis gerecht wird. Dabei tragen die Wahl der Materialien sowie die Form- und Farbgebung wesentlich zu einem angemessenen Akt des Verabschiedens bei. Die künstlerische Umsetzung erfolgt in offener Form, d.h. die Kunst öffnet sich allen Konfessionen und Philosophien. Sie greift die vielseitigen Facetten des Lebens auf, gibt Raum für positive Erinnerungen und spendet somit Trost. Der Verabschiedungsraum ist ein Ort der Ruhe, des Trostes und der Geborgenheit.